Christine Schunn

Verein: Trecker, Tross, Küche;
Persönliches: Brandenburger;
Kontakt: – auf Anfrage über Kontaktformular –
Friedenstreck – ein Weg des Miteinanders
Der Friedenstreck ist ein Verein für alle.
Egal welcher Religion – oder ob man mit Religion eher nichts am Hut hat.
Atheisten, Buddhisten, Muslime, Christen.
Unpolitisch.
Menschen, die den Friedensgedanken teilen wollen. Nicht verkopft, sondern handfest, im Staub der Wege, am Feuer, beim Abwasch.
Wir werben für Völkerverständigung.
Nicht laut, sondern mit dem Hufgetrappel unserer Pferde und Ponys.
Heute, Weihnachten- der Geburt Christi, denke ich besonders an zwei Menschen, die den Treck über lange Strecken begleitet, getragen und ordentlich gewürzt haben.💫
Wenn christlicher Glaube irgendwo sichtbar wurde, dann durch euch.
Nicht mit erhobenem Zeigefinger, nicht mit frommen Floskeln – sondern still, tief verwurzelt und sehr lebendig.
So selbstverständlich, dass man ihn nicht erklären muss.
Ihr lebt euren Glauben.
Der Tag begann oft früh an eurem Trecktisch, direkt am Auto, das gleichzeitig Schlafzimmer und Rückzugsort war.
Eine Tasse Kaffee in der Hand.☕️
Die Tageslosung auf dem Tisch.
Kurz gelesen. Kurz bedacht.
Und dann rein in einen Tag, der selten ruhig planbar war.
Euer Umgang miteinander: liebevoll, respektvoll – und ja, manchmal auch mit hörbarem Zündfunken.
Eine Beziehung mit Ecken, Kanten und Herz.
Immer füreinander da.
Und von dort aus kompromisslos für andere.
Wo Arbeit war, wart ihr schon da.
Wo Hunger war, stand ein Topf.
Toilettenzelt aufstellen?
Lagerfeuerholz sammeln?
Lager abbauen, Lager aufbauen, nochmal Lager abbauen?
Ihr habt nicht gefragt wer, ihr habt gemacht.
Über Wochen habt ihr uns kulinarisch versorgt – und zwar so, dass man merkte:
Das ist nicht nur gekocht.
Das ist gemeint.
Christine und Christian – wenn jemand seinen Glauben glaubhaft lebt, dann ihr.
Vielleicht war genau das der Grund, warum alle Treckteilnehmer – egal, ob gläubig, zweifelnd oder überzeugte Nicht-Kirchgänger – an euren kleinen Gottesdiensten teilgenommen haben.
Weil sie echt waren.
Weil sie Raum gelassen haben.
Und weil man dort nicht belehrt, sondern eingeladen wurde.
Eure Liebesgeschichte setzt dem Ganzen die Krone auf.
Er aus Rumänien, sie aus Deutschland – zu einer Zeit, in der Grenzen noch echte Grenzen waren.
Nach einem christlichen Jugendaustausch schrieb er ihr einen Brief. 📬
Kein Smalltalk.
Kein „mal schauen“.
Die Frage: ob sie sich vorstellen könne, ihr Leben mit ihm zu verbringen.
Nach Wirrungen, Umwegen und Gegenwind habt ihr euch entschieden.
Füreinander.
Bewusst.
Diese Entscheidung sitzt.
Man sieht sie euch an.
Man spürt sie im Alltag.
Ihr seid miteinander.
Und ihr steht zueinander.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ihr uns so berührt habt.
Eure Liebe ist gekrönt von einer großen Familie – Kindern, Enkelkindern und dieser besonderen Ruhe, die nur Menschen ausstrahlen, die ihren Platz gefunden haben.
Man konnte von euch lernen, dass christliche Liebe nichts mit Zuckerwatte zu tun hat, sondern mit Haltung.
Danke für euren täglichen Einsatz für den Friedenstreck.
Eigentlich wollten wir euch alle mit nach Hause nehmen.
Nicht nur wegen des Essens.
Sondern wegen der Wärme, die bleibt, wenn der Topf leer ist.🌸
(von Christina Barth-Bussmann nach dem Treck 2025 geschrieben und veröffentlicht)



