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Bernd Schulz

Mitglieder-SchulzBernd

Verein: Gründungsmitglied; Trecker, Tross, Küche;

Persönliches: Brandenburger; (ehemaliger) Betreiber der Backschwein-Tenne in Gömnigk;

Kontakt: – auf Anfrage  über Kontaktformular –

Ein Leben für das Schwein – und für eine Glocke, die Geschichte schreibt

Man sagt ja, jeder Mensch habe ein Hobby.
Bei manchen ist es Angeln.
Bei anderen Briefmarken.
Andere lieben Pferde.
Und bei Bernd?
Nun ja… Schweine.

Nicht irgendwelche Schweine, nein – Backschweine.

Wenn irgendwo ein Spanferkel knuspert, ein Schlachter etwas Interessantes erzählt oder ein Dorffest nur leise nach Grill duftet, dann taucht Bernd auf wie ein Trüffelschwein, das auf seinen inneren Kompass hört.

Seine Freunde sagen:
„Wenn Bernd morgens aufwacht, denkt er zuerst an Kaffee und sofort danach an Schwein – und niemand weiß genau, in welcher Reihenfolge.“

Der legendäre Fund in Israel

Selbst im Heiligen Land, wo man vieles findet, aber ganz sicher nicht mit Schweinezucht rechnet, machte Bernds feine Spürnase plötzlich Schnüff.
Da stand er, grinste breit und sagte:

„Da! Da is Schwein!“

Und tatsächlich – irgendwo im Nirgendwo entdeckte er die einzige Schweinezuchtanlage Israels.
Die Gruppe staunte.
Aber niemand war überrascht.
Wenn es einer findet – dann Bernd.

Und dann spricht er Russisch

Bernd hat noch eine zweite Leidenschaft, die man nicht unbedingt mit Schweinen verbindet – die russische Sprache.
Er kann ein paar Brocken, aber diese Brocken wirft er mit der Überzeugung eines Kosaken in die Welt hinaus.

Es gibt Menschen, die sagen freundlich „Hallo“.
Bernd dagegen sagt in Bulgarien, Israel, Rumänien oder beim Bäcker in Wolfsburg:

„Привет, товарищ!“ (Priwjet, tawarisch!)

Oft verwirrt das die Menschen.
Manchmal freut es sie.
Und gelegentlich führt es dazu, dass Bernd plötzlich erklären muss, dass er nicht aus Sibirien stammt, sondern aus Gömnik.

Damals auf dem Russlandtreck…

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht mindestens ein Satz beginnt mit:

„Damals auf dem Russlandtreck…“

Und dann wissen alle:
Lehnt euch zurück.
Jetzt kommt eine Geschichte, die mindestens drei Tiere, fünf Kilometer Weg und eine unerwartete Wendung enthält.

Und jetzt – auf dem Weg nach Jerusalem

Eigentlich ist die Gruppe gerade auf dem Friedenstreck Richtung Jerusalem.
Aber Bernd trägt Russland noch im Herzen – und Schweine sowieso.
Aber da ist noch etwas.
Etwas ganz Großes.

Die Friedensglocke – sein Baby

In seinem Garten in Gömnik wurde sie gegossen:
Die Friedensglocke.
Sein Herzensprojekt.
Sein Baby.
Sein kleines Stück Weltfrieden.

Bernd kontrolliert den Glockenstuhl, poliert den Glockenwagen.
Und während jemand fragt: „Fährt die Glocke sicher?“, antwortet Bernd nur:

„Solange ich da bin – fährt die sicherer als ein Goldtransport.“

Er prüft Schrauben.
Er prüft Seile.
Er prüft Dinge, von denen niemand weiß, wofür sie da sind.

Der Abschied

Als die Gruppe in der Hand-in-Hand-Schule verabschiedet wurde, liefen so manche Tränen.
Auch bei Bernd – sehr diskret natürlich.
Er meinte:
„Das is nur ’n bisschen Staub von der Glocke…“

Aber alle wussten:
Das war echte Rührung.

Und so reist er zurück nach Brandenburg, mit vielen neuen Erlebnissen, von denen er berichten wird : Ein Wort und
Bernds Erinnerungsmaschine springt zuverlässig an.

Und das Schöne ist: Jeder hört ihm zu.
Denn der Mann erzählt mit Herz, Humor und einer Prise Abenteuerstaub von Wegen, die man nur mit Pferden, Mut und einer ordentlichen Portion Schweineliebe überstehen kann.

Und mit einer einzigen Frage, die er in Jerusalem natürlich auch gestellt hat:

„Hat hier irgendwer… vielleicht… zufällig… Schwein?“

(von Christina Barth-Bussmann nach dem Treck 2025 geschrieben und veröffentlicht)

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