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Jonathan Feix

Mitglieder-FeixJonathan

Verein: Trecker, Treck (Navigation), Tross;

Persönliches: Brandenburger;

Kontakt: – auf Anfrage  über Kontaktformular –

„Fertig machen und Abfahrt.“

Diese Worte hörten wir täglich.
Über Walkie-Talkie, Kanal 1.

Morgens um neun –
in den heißen Monaten schon bei Sonnenaufgang. 🌄
Und nach jeder Pause unterwegs.

Fertig machen und Abfahrt –
das kannten bald auch meine Ponys.
Ohren gespitzt, Augen verdreht:
„Aha. Schon wieder.“
Jetzt geht’s also weiter.
Richtung Jerusalem.

Die Stimme aus dem Walkie-Talkie hatte einen Namen:

Jonathan.

Unser täglicher Navigator.
Ziehkind von Friedbert, der aus gesundheitlichen Gründen nicht Dauerhauft dabei sein konnte. Er wurde bestens auf diese Aufgabe vorbereitet –
zumindest für 3 Wochen Probetrecks.
Die Praxis für den
6 monatigen Friedenstreck ist eine ganz eigene Disziplin.

Jonathan – ein außergewöhnlicher junger Mann.
Mit besonderen Begabungen und einer sehr eigenen Art, die Welt wahrzunehmen.
Sein Leben verlangt nach klaren Strukturen.
Zwischenmenschliche Zwischentöne, unausgesprochene Emotionen
und spontane Richtungswechsel sind für ihn oft schwer zu entschlüsseln.
Nicht aus Mangel an Interesse –
sondern weil seine Wahrnehmung einfach anders arbeitet. 🌸

Zu Beginn fest verwurzelt in seinen Organisationsstrukturen:
im Führungsfahrzeug, mit Fahrer, ganz vorne –
Tempo 5 km/h.
Übersichtlich. Berechenbar.

Als dann der Fahrer fehlte ( wir wurden weniger Menschen), navigierte er von der Kutsche aus.

Später war er – auf Grund der sehr speziellen Lebens- und Reiserealität –
sogar in der Lage, völlig allein zu navigieren.

Ein Level-Up, das keiner geplant hatte.

Fahren. 🚕
Navigieren.
Pausenplätze finden.
Einen geschützten Strauch als Damen-WC entdecken
(hohe Kunst!).
Pausenvertretung vor den Kutschpferden.
Wassereimer-Träger.
Morgendliche Anspannhilfe bei den Ponys.
Hufschuh-Retter, wenn mal wieder einer
beschloss, unterwegs auszusteigen.

Sein Aufgabenbereich expandierte.
Deutlich 😎

Oft gab es Situationen, in denen Jonathan hinschmeißen wollte.

Seine „zu Führenden“ machten es ihm nicht leicht.
Die Kutschfahrer führten nämlich manchmal ein Eigenleben –
zum Beispiel dann, wenn besonders leckere Kirschbäume
zum Essen und längeren Verweilen einluden 🍒

Prinzipiell hatte Jonathan ja nichts dagegen.
Aber musste das wirklich spontan sein?
Auf einer gefährlichen Auffahrt?
Ohne vorherige Absprache?
Und jetzt?

Trotzdem wuchs er über sich hinaus.
Verließ immer wieder seine so wichtigen Strukturen.
Und blieb.

Danke, dass du durchgehalten hast.

Jonathan –
du hast mir auf den Wegen durch Stadt und Land
unglaublich viel Sicherheit gegeben.

Du liebst Hunde, bist ein perfekter Pfadfinder, deine Ausrüstung top- aber wehe wenn du dich an einem Thema oder Diskussion festbeißt…da hilft nur wegrennen. 🙈🤣

Wie gern habe ich am Lagerfeuer den Baileys mit dir geteilt.
Bei der roten Marmelade am Frühstückstisch
hörte der Spaß allerdings auf 🤣
Wir kämpften um jeden Löffel –
ähh, jedes Glas.

Und nun frage ich mich ernsthaft,
wie ich demnächst mit meinen Ponys
mein Turnierleben wieder aufnehmen soll.
Ein schneller Start erscheint mir nur noch möglich mit den Worten:

Fertig machen und Abfahrt.

(von Christina Barth-Bussmann nach dem Treck 2025 geschrieben und veröffentlicht)

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