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Mitgliederversammlung und Wiedersehensfeier 1.-3.5.2026 in Gömnigk

2.Eintrag:

Hat es sich gelohnt? – Ein Jahr nach dem Start des Friedensglocken-Pferdetrecks nach Jerusalem

Es beginnt mit einer Verbeugung – vor unseren Pferden und Fahrern, die 2025 buchstäblich Staub geschluckt, Grenzen überwunden und Frieden sichtbar gemacht haben. Unser Dank gilt ebenso all jenen im Hintergrund, die Logistik-Wunder vollbracht, mit Spenden geholfen und den Weg im Gebet begleitet haben. Gemeinsam wurde deutlich: Frieden ist keine Einbahnstraße, sondern ein mühsamer, oft unbequemer, aber lohnender Weg.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung am 2. Mai in Gömnigk bei Brück stand deshalb auch die ehrliche Frage: Hat es sich gelohnt?
Hat es in einer Zeit tiefster Erschütterungen im Nahen Osten wirklich einen Unterschied gemacht, mit Pferden und einer Friedensglocke nach Jerusalem zu ziehen?
Wer die Welt ausschließlich durch die Bilder der Nachrichtensendungen betrachtet, könnte versucht sein zu sagen: Es war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch die Begegnungen vor Ort erzählen eine andere Geschichte.
Es hat sich gelohnt, weil wir das Tempo verändert haben. In einer Welt der Eskalation wurde unser langsamer Treck zu einem Zeichen des Widerstands gegen die Hast des Hasses.
Es hat sich gelohnt, weil die Friedensglocke heute einen festen Ort hat: in der arabisch-jüdischen „Hand in Hand“-Schule in Jerusalem. Dort ist sie weit mehr als ein Symbol. Sie ist Teil einer Pädagogik des Miteinanders. Jedes Läuten erinnert daran, dass Verständigung stärker sein kann als Spaltung.

Und es hat sich gelohnt, weil wir Zeugen sein durften. Wir kamen nicht nur, um etwas zu bringen, sondern vor allem, um zuzuhören. Viele Menschen in Jerusalem und darüber hinaus spürten: Ihr seid nicht vergessen. Die Realität war oft härter als jede Planung. Diplomatische Hürden, Unsicherheiten und emotionale Belastungen begleiteten den Weg. Gerade deshalb war der Treck 2025 essenziell. Frieden wurde nicht „geliefert“ – er wurde gelebt. Schritt für Schritt. Hufschlag für Hufschlag.

Auch die Mitgliederversammlung des Vereins spiegelte diese Ernsthaftigkeit wider. Das vergangene Jahr und insbesondere der Jerusalem-Treck wurden intensiv aufgearbeitet. Unterschiedliche Sichtweisen standen nebeneinander, Fragen wurden offen benannt und Verletzlichkeiten bekamen Raum. Der Verein stellte sich bewusst der Verantwortung, nicht oberflächlich über Erfahrungen und Spannungen hinwegzugehen.
Im Rahmen der Vorstandswahlen wurde der bisherige Vorstand erneut bestätigt. Eine Veränderung ergab sich dennoch: Jörg gab sein Amt als Beisitzer aus familiären und gesundheitlichen Gründen ab. Der Verein dankt ihm herzlich für seinen langjährigen Einsatz. Neu in den Vorstand gewählt wurde Bernd, der künftig neue Impulse einbringen wird.

Besonders bewegend waren die Begegnungen des Abends. Der Schirmherr des Projekts, Kristof Balint, erhielt eine Friedensglocke überreicht. In seiner Rede bekannte er offen, dass er sich zu Beginn nicht sicher gewesen sei, ob ein solches Vorhaben überhaupt gelingen könne – gerade deshalb habe er dem Gedanken von Frieden und Völkerverständigung eine Chance geben wollen.
Große Freude bereitete auch der Besuch einer Lehrerin der Schule Caputh, die den Treck damals gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern verabschiedet hatte. Solche Begegnungen zeigen, wie weit die Gedanken dieser Reise getragen wurden – und weiterhin getragen werden.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war die Live-Schaltung zu Freunden nach Israel und in die Nähe von Bethlehem – ein starkes Zeichen dafür, dass Beziehungen und Vertrauen über Grenzen hinweg lebendig geblieben sind.
Der Blick des Vereins richtet sich nun bewusst nach vorn. Neue Ideen, neue Projekte und neue Energie prägen den weiteren Weg. Der Friedensglockenverein bleibt unterwegs für Frieden und Völkerverständigung.

Denn, wie auf der Versammlung mehrfach gesagt wurde: „Jagt dem Frieden nach mit jedermann“ – dringlicher denn je. Und vielleicht fasste ein Satz den Abend am besten zusammen: „Den Weltfrieden haben wir noch nicht erreicht.“ Aber der Weg dorthin geht weiter. Schritt für Schritt.


Alle Dokumente zur MV: Einladung, Tätigkeitsbericht 2025 (folgt noch), Bericht Schatzmeister 2025, Finanzbericht Beiträge, Protokoll


1.Eintrag:

Vom 1. bis zum 3.Mai 2026 wollen wir uns in Gömnigk wiedersehen.

Getreu dem Motto: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ beginnt am 2.5.2026 09:00 Uhr in der Backschweintenne in Gömnigk die Jahresmitgliederversammlung 2026. Neben dem Rückblick auf den Treck 2025 stehen die Berichte des Vorstandes zu den Tätigkeiten des Vereins und den Finanzen sowie Neuwahlen zum Vorstand und Berufung von Kassenprüfern auf dem Plan. Das Ende der MV an diesem Tag ist 17:00 Uhr. Wenn die Zeit nicht ausreicht, vertagt sich die Versammlung auf Sonntag, den 3.5.2026 09:00 Uhr.

Damit wir pünktlich anfangen können, kann bereits am Vorabend angereist werden. Wer will, kann unter Treckbedingungen in der Tenne schlafen – wer das so nicht will, sucht sich selbst und auf eigene Rechnung ein Quartier in der Nähe. Abendessen (1./2.5.) und Frühstück (2./3.5.) in Gömnigk in besorgt der Verein.

>> (Vorlagen wurden hier gelöscht)

>> Hinweis: Teilnahmebericht an der MV sind alle Mitglieder (aktiv und passiv); zu Beginn der MV entscheidet die MV über den Ausschluß passiver Mitglieder, die für den Fall des Ausschlußes dann kein Teilnahmerecht mehr haben; Stimmberechtigt sind nur aktive Mitglieder (also auch beim Ausschluß passiver Mitglieder !) -> wer mitreden und entscheiden will, muß spätestens zu Beginn der MV alle offenen Mitgliedsbeiträge gezahlt haben (Fälligkeit 2026 ist lt. Satzung/ Finanzordnung der 31.3.2026)

Am 2.5.2026 ab 18:00 Uhr wollen wir dann unser Wiedersehen nach dem großen Treck feiern, Geschichten erzählen, wie es uns seitdem ergangen ist … einfach mal wieder gemütlich beisammen sein. Diverse Helfer aus dem Umland von Neschholz (Bad Belzig bis Berlin und wieder zurück auf Höhe Neschholz) sind eingeladen. Friedbert möchte die Teilnehmer mit Leckerein der Region verwöhnen …

>> sein Plan: „Nach alter Treck-Tradition gibt es zum Mittag am 2.5.26 Kaltverpflegung, denn es soll verhindert werden, dass am Nachmittag zu viele schläfrig werden. Also gibt es Kalte Platten mit echten Fläming-Forellen, Obst und Gemüse der Saison und andere Schmankerl. Kaffee und Tee gibt es zwischendurch in beliebigen Mengen, Kuchen in den Pausen. Am Abend gibt es dann Spargel satt mit Hollandaise aus Spargelhof Klaistow und wie könnte es anders sein: das obligatorische Backschwein.“ … um Anmeldung direkt bei Friedbert Enders wird gebeten.

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